15 Minuten Ruhm - Ein 'Leak' ist ein Bedrohungsszenario für jedes Unternehmen
Man muss nicht immer in absoluten Szenarien wie den Wikileaks-Skandal oder die Guttenberg-Affaire Anfang 2011 denken, um zu sehen, dass die öffentliche Meinung erheblichen Einfluss auf den Umsatz von Unternehmen (in B2B und B2C) sowie die Karriere von Menschen haben kann.
In Unternehmen arbeiten Menschen. Unternehmen arbeiten für Menschen. Und Menschen handeln im Kontext von Unternehmen. Dabei passieren Fehler. Werden diese Fehler zum Thema einer öffentlichen Debatte, ist nicht immer sicher, was dabei herauskommt. Die Öffentlichkeit ist kein gerechter Richter und ein wirtschaftlicher Schaden durch eine negative öffentliche Debatte kann erheblich sein.
Vermeiden lassen sich solche Risiken sicherlich nicht. Doch ihre Wirkungen lassen sich mindern. Unternehmen, die sich dieser Risiken bewusst sind, können sich vorbereiten. Dies kann zum Beispiel geschehen, indem sie einen eigenen Kommunikationsweg zur Öffentlichkeit etablieren und sich dort 'Freunde' und 'Fans' erarbeiten. Das hilft nicht nur im unternehmerischen Alltag und sorgt für mehr Umsatz und Gewinn (wie McKinsey jüngst in einer Studie zeigte), sondern hilft auch in einem Worst-Case ein Frühwarn-System zu haben, die Übersicht zu behalten und evtl. sogar die Wogen zu glätten.
Ein positives Beispiel sind einige der Lufthansa-Aktivitäten auf Facebook. Dort wird bei Ausfällen, Vulkanausbrüchen oder größeren Planänderungen schon mal eine Meldung herausgegeben, die wertvolle Informationen für die Passagiere enthält. So findet der im Zweifel sogar wütende Passagier beim Besuch der Facebook-Seite direkt hilfreiche Tipps zur Lösung seiner Probleme.
Kommentar von Tim Bruysten
Dieses Thema ist Teil des Seminars Social Media für Corporate Publisher, in dem es u. a. um die Chancen und Risiken in der Kommunikation mit Social Web geht.
2 Kommentare zu 15 Minuten Ruhm - Ein 'Leak' ist ein Bedrohungsszenario für jedes Unternehmen
Kommentar von Tim Bruysten, 16.06.2011:
Hallo Frau Kraus,
danke für Ihren Kommentar. Nachdem \"Wikileaks\" vor einigen Wochen in aller Munde war und Zeitungen und Nachrichtensendungen ausführlich darüber berichtet haben, hat es sich vielerorts eingebürgert für das \"Herauskommen von unangenehmen Informationen\" das Wort \"Leak\" zu verwenden. Leak steht für \"Leck\", im Sinne von \"undichter Stelle\".
Der Artikel ist als kurzer Kommentar zu dem Thema gemeint. Von daher sind auch nicht alle Details umfassend aufgeführt.
Der Hintergrund des Kommentars ist, dass es ein zunehmendes Bewusstsein dafür gibt, dass es für eine Demokratie großartig ist, wenn jeder über sein eigenes Blog, Twitter-Profil, Facebook-Seite oder auf einem anderen Weg öffentlich publizieren und kommunizieren kann.
Diese Chance für die Demokratie führt aber auch dazu führt, dass sich die Kommunikationsregeln in Unternehmen und für Unternehmen ändern müssen. Unternehmen wollen sich ja dort an Ihre Kunden richten, wo sich diese Kunden auch aufhalten.
Das bedeutet aber auch, dass Informationen über Unternehmen und deren gute und schlechte Seiten sich sehr schnell über das Internet verbreiten, dass sehr schnell Meinungen entstehen und die Gesellschaft darauf reagiert.
Die Unternehmenskommunikation muss sich im Guten, wie im Schlechten darauf einstellen und die Kommunikationsregeln, die an diesen neuen Orten (wie eben Twitter, Youtube, Facebook usw.) herrschen, lernen.
Kommentar von Elisabetth Kraus, 16.06.2011:
Der Artikel kommt mir vor wie in der Mitte abgehackt - unausgegoren und unfertig - ich hätte mir davon mehr Informationen erwartet. Was ist denn nun überhaupt ein \"Leak\"?
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