Piraterie und rechtliche Wege der Pirateriebekämpfung im Internet
Das Internet ist nicht nur ein Medium, in dem Rechteinhaber ihre Inhalte jenseits klassischer Vertriebsformen oder in völlig neuer Form verwerten. Die Digitalisierung von Inhalten, die ständig steigende Leistungsfähigkeit von Computern und die allgemeine Verfügbarkeit breitbandiger Internetzugänge haben auch nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Rechtsverletzungen geschaffen. Diese reichen von einzelnen ungenehmigten Kopien im Privatbereich über nicht lizenzierte kommerzielle Nutzungen bis hin zu Diensten, die auf massive Urheberrechts-verletzungen angelegt sind und sich die Anonymität des Internets zunutze machen, um auf Kosten der Rechteinhaber Profit zu erzielen. Zur wirksamen Verteidigung der eigenen Rechte ist es daher zwingend erforderlich, die relevanten Phänomene der Online-Piraterie und die rechtlichen Rahmen bedingungen zu kennen.
Seminarziel
Das Seminar vermittelt zunächst einen Überblick über die verschiedenen Formen der aktuell relevanten Piraterie im Internet. Daran anknüpfend wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen die daran Beteiligten, also neben Endnutzern insbesondere die unterschiedlichen Diensteanbieter (Provider), für Urheberrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden können. Den Teilnehmern werden vor allem die verschiedenen Instrumente, die das Recht zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen bereithält praxisnah vorgestellt.
Themen
- Bereiche der Online-Piraterie
- Peer-to-Peer-Netze
- Usenet
- Sharehoster/Cyberlocker
- User-generated Content - Vorgehen gegen die Endnutzer
- Auskunftspflichten der Diensteanbieter,
Rechtsprechung zur Umsetzung der „Enforcement-
Richtlinie“ in Deutschland
- Strafverfahren und Akteneinsichtsrecht - Vorgehen gegen die Diensteanbieter (Provider)
- Haftungsprivilegierungen
- Störerhaftung
- aktuelle Rechtsprechung zu Usenet-Anbietern
und Sharehostern/Cyberlockern - Rechtliche Instrumente
- Unterlassungsansprüche
- Abmahnung und Kostenerstattung
- Schadensersatz - Rechtspolitische Entwicklungen
- Europäische Ebene
- „Abgestuftes Vorgehen“ (riposte graduée) gegen
rechtsverletzende Internetnutzer in Frankreich und
Großbritannien
- Perspektiven für Deutschland: Access-Blocking auch
für urheberrechtsverletzende Internetangebote?
Methoden
Referat, Erläuterung anhand von Fallbeispielen, Erfahrungsaustausch, Diskussion der aktuellen Rechtsprechung
Zielgruppe
Führungskräfte und Juristen in Medienunternehmen
ANSPRECHPARTNER
Nadine Domjan-Hauser
Marketing
Tel. 089 291953-54
Fax 089 291953-69
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seminar-infos
referenten
ort
Literaturhaus München
teilnehmerzahl
15
kosten
459,- EUR
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